Diese Seite drucken
Hannah - Erfahrungen mit der Corona-Krise im Ausland

Hannah - Erfahrungen mit der Corona-Krise im Ausland

„Life is all about how you handle plan B”. Dieser Spruch beschreibt die letzten Wochen meines Auslandaufenthaltes wohl am besten.


Ich bin Hannah, 19 Jahre alt, komme aus Österreich und liebe es, zu reisen. Vor mittlerweile fast drei Jahren – im Juli 2016 – startete meine erste große Reise nach Neuseeland. Dort verbrachte ich ein wunderschönes Jahr in Mount Maunganui, einem Vorort von Tauranga, der für seinen langen Sandstrand, die tollen Wellen zum Surfen und das warme Wetter bekannt ist. Nachdem ich nun letzten Sommer die Schule abgeschlossen habe, konnte mich nichts mehr davon abhalten, wieder an einen meiner Lieblingsplätze zurückzukehren.
Im Januar durfte ich dann den Gruppenflug von Hausch und Partner ans andere Ende der Welt begleiten. Seitdem lebe ich nun wieder bei meiner ehemaligen Gastfamilie. Mein eigentlicher Plan war, Mitte April weiter nach Australien und danach nach Asien zu fliegen, doch da kam leider etwas dazwischen, mit dem wohl keiner von uns gerechnet hat.

Egal ob in Deutschland, Österreich oder Neuseeland – die Coronavirus-Pandemie ist momentan leider auf der ganzen Welt aktuell. Auch ich war anfangs mit der Lage ziemlich überfordert, wusste nicht, ob es nicht doch besser wäre, kurzfristig einfach nach Hause zu fliegen. Nach langem hin und her Überlegen habe ich jedoch beschlossen, momentan noch auf Weiteres hier zu bleiben. Nun sind auch wir seit Mittwoch offiziell im „Lockdown“, das heißt wir müssen die nächsten vier Wochen zu Hause bleiben, ausgenommen davon sind natürlich wichtige Einkäufe und auch Spaziergänge.

Glücklicherweise hat meine Gastfamilie ein recht großes Grundstück und wohnt nah am Strand, somit ist mir bis jetzt noch nicht die Decke am Kopf gefallen. Ich versuche gerade noch ein bisschen mehr Routine in meinen Alltag zu bringen, da mir das bis jetzt super geholfen hat. In der Früh nehme ich mir oft Zeit, mit Freunden und Familie aus Österreich zu telefonieren, den Vormittag verbringe ich am liebsten damit, mich zu bewegen. Egal ob Yoga in meinem Zimmer, Sport im Garten oder eine Runde joggen am Strand – danach fühle ich mich gleich viel besser :) Nachmittags versuche ich dann vor allem die Dinge zu machen, für die ich seit einer gefühlten Ewigkeit keine Zeit mehr hatte: Lesen, backen (darüber freuen sich vor allem meine Gastbrüder), Klavier spielen, Puzzles machen, Mandala malen mit meiner Gastmutter oder Tagebuch schreiben. Letzteres habe auch ich erst vor ein paar Tagen begonnen, kann es aber jedem ans Herz legen. Vor allem in schwierigen Zeiten wie diese, wo vieles sehr ungewiss ist, tut es immer gut, seine Gedanken niederzuschreiben.

Die Abende verbringe ich dann gerne mit meiner Gastfamilie, helfe meiner Gastmutter beim Kochen und mache mit ihnen zusammen eine „Movie Night“. Generell versuche ich das Beste aus der momentanen Situation zu machen, denn ändern kann ich es ja sowieso nicht. Ich bin auf jeden Fall dankbar dafür, gerade in Neuseeland sein zu dürfen und genieße das spätsommerliche warme Wetter hier. Jetzt heißt es einfach, hoffen, dass sich die Lage bald verbessert – und optimistisch & zuversichtlich bleiben!

Egal, wo ihr euch gerade befindet – Deutschland, Österreich, Neuseeland, Australien, Kanada oder ganz woanders – ich wünsche euch das Allerbeste!

(Wenn auch ihr gerade in Neuseeland seid und euch gerne mal austauschen wollt, freue ich mich immer auf Instagram (hannahladstaetter) von euch zu hören!)

Alles Liebe,
Hannah
Letzte Änderung am Montag, 06 April 2020 16:07
Redakteur

Gesellschafterin von Hausch & Partner - Leiterin des Bereichs High Schools Down Under