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Wie ich im Ausland die Corona-Krise erlebe!

Sinah in Kanada! Meine Quarantäne

Die ersten paar Tage verfliegen wie im Fluge. Alles ist neu, man richtet sich ein, Netflix ist noch ansprechend und unterhaltend, Familie und Freunde wollen noch mit dir telefonieren und für das YouTube Workout hat man auch noch Motivation.


Sinah – seit Januar an der Burnaby South Secondary School

Spätestens ab dem siebten Tag, Bergfest juche, wird es dann nervig. Netflix reicht nicht mehr als Beschäftigung, und vielleicht muss man sich sogar um eine neue Serie bemühen. Familie und Freunde haben auch nichts mehr zu erzählen, das Workout fängt an zu nerven und irgendwann reicht es auch.

Zum Glück durften meine Gastschwester und ich nach dem zehnten Tag, wenn wir bis dahin keine Symptome gezeigt haben, mit der Familie essen und uns im Haus bewegen. Das hilft schon sehr.

Die Challenges von Hausch&Partner waren super! Sie haben sehr geholfen, man war nochmal ganz anders abgelenkt und man war beschäftigt. Man kann außerdem ausgiebig planen was man in Kanada machen möchte, sein Handy/IPad/Laptop sortieren, einen Online Fingertippkurs machen, ein Buch lesen, Puzzeln, Malen und vieles mehr.

Allerdings noch mal 14 Tage wie ein Gefängnisinsasse leben, würde ich ungern machen. Wenn man von sich selber sagt, dass man empfindlich ist und sehr wahrscheinlich Heimweh bekommen wird, sollte man es sich wirklich gut überlegen. Man ist nach den Telefonaten wirklich ganz alleine in seinem Zimmer, und wenn mit sich selber für einen langen Zeitraum nicht alleine sein kann, dann kann man sich den Rest selber denken. Außerdem ist man nicht gewöhnt, einfach nur dazuliegen und nichts zu tun.

Man muss lernen, auf dem Bett zu liegen und nichts anderes zu tun, als Gedanken zu denken. Quält der Gedanke dich, dann denk ihn weg. Das ist Schwachsinn und wird in der Quarantäne und ohne interaktive Ablenkung nicht funktionieren. Allerdings kann man aktiv dagegen vorgehen, indem man ganz laut mit Kopfhörern seine eigenen Lieblings-Gute-Laune Hits anhört und dazu in seinem Zimmer ausgiebig tanzt. Ganz nach Grey’s Anatomy Style „Dance it out“. Oder man schaut sich auf YouTube Videos über positives Mindsetting an.

Also aufpassen, dass man sich nicht im schizophrenen Gedankenwald verirrt. Denn die Ängste und Sorgen werden kommen. Man kann der sonnigste, positivste und mental gesündeste Mensch sein. Die Quarantäne wird auf jeden Fall kein Spaziergang. Doch der erste Spaziergang in Freiheit ist dafür umso schöner.

Letzte Änderung am Mittwoch, 07 April 2021 15:41
Redakteur

Gesellschafterin von Hausch & Partner - Leiterin des Bereichs High Schools Down Under

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