Kontaktieren Sie uns: +49 40 4147580

Australien, Neuseeland, Kanada – Blog

Fabienne am Mount Aspiring College in Motueka (Neuseeland)

Kia ora und Hallo aus Neuseeland,

mittlerweile ist jetzt schon die Hälfte meines Auslandsjahres vorbei und ich befinde mich mitten in den Sommerferien.
Da jetzt gerade ja keine Schule mehr ist und ich endlich mal etwas Zeit habe, dachte ich mir deshalb, dass ich euch einfach mal ein bisschen was von meinem Leben hier berichten werde.


Ich habe hier jetzt schon so viel erlebt in den 5 Monaten und trotzdem vergeht die Zeit wie im Flug.

Aber ich fange am besten ganz von vorne an. Ich kann mich noch genau an den ersten Tag in Neuseeland erinnern, das erste Treffen mit der Gastfamilie und die 1000 Fragen die mir durch den Kopf gingen. Werde ich mich in meiner Gastfamilie wohlfühlen? Über was soll ich mit ihnen reden? Und kann ich mich am anderen Ende der Welt wirklich zuhause fühlen? Die Antwort darauf lautet: Ja!
Ich hätte niemals gedacht, dass so etwas überhaupt geht, aber ich hatte meine Gastfamilie so schnell ins Herz geschlossen. Jetzt ist sie meine zweite Familie und Wanaka mein zweites Zuhause.

Nach nur einigen Tagen kam dann auch schon der erste Schultag. Um ehrlich zu sein passierte in der ersten Woche aber nicht besonders viel. Wir lernten das Schulgelände kennen (es ist einfach riesig), mussten ein paar Tests schreiben, damit die Lehrer uns einschätzen konnten und lernten die anderen Internationals kennen.
Ab Woche 2 ging es dann aber mit dem normalen Schulalltag weiter. Hier in Neuseeland ist Schule aber etwas anders als in Deutschland.
Als erstes sind da die Uniformen. Normalerweise trägt man die hier für die gesamte Schulzeit, aber an meiner Schule müssen die Seniors zum Glück keine mehr tragen. Außerdem fängt der reguläre Unterricht erst um 8:45 Uhr an. Davor hat man noch etwas das sich Whanau (Familie) nennt. In den zehn Minuten vor dem Unterricht trifft man sich dabei mit seiner Klasse, in der aber Schüler von Year 7 bis Year 13 sind und spricht über alles, was so ansteht am Tag. Auch der Unterricht an sich unterscheidet sich sehr von dem deutschen. Wir arbeiten hier viel mit Computern anstelle von Büchern und Heften. Neben dem sind die Fächer viel praktischer orientiert.

Mein Lieblingsfach ist Outdoor Education. Jede Woche haben wir eine komplett praktische Stunde, die meistens den ganzen Nachmittag einnimmt. Im Winter gingen wir dann immer Skifahren und das hat mega viel Spaß gemacht! Als dann der Frühling kam waren es Aktivitäten wie Rafting, Mountainbiking oder Rockclimbing. Das Beste war aber der Tag als wir zum Wildwire Wanaka fuhren. Dort kletterten wir die Felsen neben einem Wasserfall hoch!

Auch mit meiner Gastfamilie unternehme ich viel. Wir gehen oft Mountainbiken, schwimmen im Fluss oder verbringen Zeit am Lake Wanaka. Außerdem besuchten wir einmal Verwandtschaft in Invercargill und waren Campen in Christchurch.

Als Term 3 (July-September) dann zu Ende ging, kamen auch schon die ersten Ferien und damit meine erste große Reise, eine Nordinsel Tour. Zusammen mit 49 anderen Internationals aus ganz Neuseeland ging es dann also mit dem Bus für 2 Wochen zu fast jedem Ort auf der Nordinsel. Wir badeten in heißen Quellen, knuddelten Schafe, waren in Hobbiton, sahen Maori Shows und so vieles mehr.

Danach fing dann wieder die Schule an. Allerdings nur für drei Wochen, denn dann ging es für die Kiwis (Neuseeländer) in die Klausurenphase und das hieß für die Internationals an meiner Schule, dass auch für uns der normale Schulalltag endete. Damit wir aber trotzdem ein bisschen was erleben können und nicht nur zuhause sitzen, hat meine Schule für diese Zeit ein sogenanntes ‘International Programme’ vorbereitet.

In Woche 1 fuhren wir nach Fiordland. Dort gingen wir auf einen Campingplatz, hatten zwei große Wanderungen zum Key Summit und Lake Marian und machten eine Bootstour im Milford Sound.
Für die nächste Woche waren dann Aktivitäten in Wanaka geplant. Wir gingen Rock Climben, Kajakfahren, Stand Up Paddelboarden und Mountainbiken.
Danach kam dann der lang ersehnte Surftrip zum Colac Bay (im Süden der Südinsel), doch zu unserem Erstaunen begann es am ersten Tag zu schneien (mitten im Sommer!). Doch das war uns ziemlich egal, wir gingen trotzdem surfen. Das Wasser war zwar eiskalt, auch trotz Neoprenanzügen, aber es hat trotzdem unglaublich viel Spaß gemacht.
In der letzten Woche versuchten wir uns dann mit dem Segeln. Am Ende war es gar nicht so schwer, wie ich dachte und gutes Wetter hatten wir auch.


Damit war dann das Programm zu Ende und die Sommerferien fingen an. Jedoch musste ich mich aber auch von vielen meiner Freunde verabschieden, weil sie schon wieder zurück in ihr Heimatland flogen. Es war zwar ein sehr trauriger Abschied, aber wir werden uns ganz bestimmt wiedersehen.
Das ist nämlich eine weitere gute Sache daran ein Austauschschüler zu sein. Am Ende hast du Freunde auf der ganzen Welt.

Die Tatsache, dass dann Ferien waren, hieß aber nicht, dass nun Zeit zum Ausruhen war, denn nur ein paar Tage später ging mein Flieger nach Wellington. Von dort aus begann nämlich meine 10 tägige Segeltour mit der Spirit of Adventure Trust nach Nelson. Auf dieser Tour lernte ich mit 38 anderen Kiwis, ein großes Segelschiff zu segeln.

Am Anfang der Reise wurden alle Handys eingesammelt, damit wir uns alle besser kennenlernen konnten. Ich schlief zusammen mit 20 anderen Mädchen in einem Raum, in Betten, die ein wenig Hängematten ähnelten. Tagsüber kochten wir, säuberten das Schiff, gingen den Mast hoch, hissten die Segel, paddelten mit Schlauchbooten an Land oder spielten Spiele. Am letzten Tag übernahmen wir sogar das Schiff. Jeden Morgen hatten wir außerdem unseren Morning Swim. Das heißt, jeder musste einmal ums Schiff schwimmen (das war wichtig, denn es gab keine Duschen).
Nach nur kurzer Zeit fühlte es sich an, als würden wir uns alle schon ewig kennen und umso schwerer fiel auch der Abschied. Zum Glück ist Neuseeland ja nicht besonders groß und so kann man sich einfach wiedersehen.

Die Segeltour ist jetzt erst ein paar Tage her und nun sind es noch sechs weitere Wochen Sommerferien bis die Schule wieder anfängt.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in mein Leben und die Erlebnisse hier geben.
Liebe Grüße und fröhliche Weihnachten,

Fabienne Weidner
Letzte Änderung am Freitag, 08 Februar 2019 10:18
Nach oben
Auf hauschundpartner.de verwenden wir Cookies, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.